Stop the Crop

For a sustainable, GMO-free future

Welche Probleme entstehen durch Gentechnik-Pflanzen?

Gentechnik-Pflanzen stehen in ihren Anbauländern für massive Steigerung des Herbizideinsatzes, der Ausweitung der industriellen Landwirtschaft sowie für Kostensteigerungen für den gesamten Lebensmittelbereich.

Die gesellschaftlichen, ökonomischen und Umweltauswirkungen wiegen schwer, so tragen sie dazu bei, dass Kleinbauern ihr Land verlieren und in ihrer Existenzsicherung bedroht sind. Hingegen leisten Gentechnik-Pflanzen keinerlei Beitrag zur Hungerbekämpfung.

Die gesellschaftliche Ablehnung zeigt sich in der geringfügigen Nutzung von Gentechnik-Pflanzen in Europa. In nennenwertem Umfang wird nur in Spanien wird ein Gentechnik-Mais zur Verwendung als Tierfutter angebaut. Nun hat die Gentechnik-Industrie dutzende von Anbauanträgen für Gentechnik-Pflanzen eingereicht und im Jahr 2013 bereitet die EU-Kommission Gespräche über die Zulassung von 25 neuen Gentechnik-Pflanzen für den Anbau vor. Diese Gentechnik-Pflanzen sind entweder tolerant gegenüber dem Herbizid Roundup oder erzeugen selbst Insektizide. Es handelt sich dabei um Mais, Sojabohnen und Zuckerrüben. Diese Pflanzen stellen eine massive Bedrohung für nachhaltige Landwirtschaftsformen dar, genau wie für die Umwelt und sie schränken unsere Wahlmöglichkeiten als Verbraucherinnen und Verbraucher massiv ein.

Toxische Pflanzen und Chemikalien

Die große Mehrheit der Gentechnik-Pflanzen hat zwei Eigenschaften. Sie sind entweder so gentechnisch verändert, dass sie Behandlungen mit hochgiftigen Spritzmittel überstehen oder sie produzieren selbst ein Toxin. Die Spritzmittel-toleranten Pflanzen führen zu steigendem Herbizideinsatz, verursachen steigende Kosten für die Landwirte; hinzukommen kommen Umweltprobleme und Gesundheitsbeeinträchtigungen, vor allem für Dorfbewohner in der Nähe von Großbetrieben mit Gentechnik-Pflanzen in Entwicklungsländern. Ebenso entstehen massive Kontaminationsprobleme.

Gentechnik-Pflanzen, die selbst Toxine produzieren, verstossen gegen das EU-Pestizidgesetz, da sie Pestizide produzieren, wenn diese gar nicht angewandt werden sollen. Ebenso schädigen sie Insekten, die für die Befruchtung anderen konventioneller Nutzpflanzen notwendig sind.

Unternehmenskontrolle

Gentechnik-Pflanzen sind patentiert – das ermöglicht die Kontrolle von Forschung, Züchtung und der gesamten Kette der Lebensmittelerzeugung durch multinationale Unternehmen wie Monsanto, Bayer, Syngenta, Pioneer and Dow. Der Markt für Gentechnik-Saatgut  wird durch den Wunsch dieser Konzerne sowohl ihr Gentechnik-Saatgut als auch das dazu passende Spritzmittel zu verkaufen geprägt – kurz  durch ihr aggressives Gewinnstreben. Herkömmliche Pflanzen und lokale Sorten in Kombination mit modernen Pflanzenzüchtung sind ungleich kostengünstiger, frei von Patenschutz und besser an Bedingungen vor Ort angepasst.

Fortlaufende Kontamination

Der Anbau und Handel mit Gentechnik-Pflanzen führen sowohl bei Bauern, als auch bei Unternehmen im konventionellen oder ökologischen Lebensmittelsektor zu Mehrkosten.

Die Kosten bei Saatgut, Felder und Lebensmitteln Maßnahmen gegen Kontaminationen zu ergreifen, werden von jenen getragen, die auf Gentechnik verzichten. Das ist zutiefst ungerecht – so werden die ökonomischen Kosten dem Opfer und nicht dem Verursacher aufgebürdet.

Gentechnik-Pflanzen bekämpfen weder Hunger noch Armut

Wohlbekannte Versprechungen der Gentechnik-Branche über Chancen der Gentechnik bei den wachsenden sozialen Problemen sind purer Mythos. Nach wie vor gibt es keine Gentechnik-Pflanzen mit gesteigerten Erträgen, Salztoleranz oder anderen angeblich nützliche Eigenschaften. Gentechnik-Pflanzen sind auf eine Handvoll Länder mit hoch industrialisierten Landwirschaftssektoren beschränkt – in denen werden Gentechnik-Pflanzen für Weltmärkte für Textilien, Futtermittel und Agrartreibstoffe angebaut werden, aber nicht um Menschen zu ernähren.

Die große Mehrheit der Verbraucher und Bauern haben erkannt, dass Gentechnik-Pflanzen keinen Mehrwert erzeugen – sie gefährden jedoch die Umwelt und bergen Gesundheitsrisiken. Etliche Regierungen in Europa haben den Anbau von Gentechnik-Pflanzen verboten. In nahezu jedem Land in Europa gibt es gentechnikfreie Regionen, in manche Ländern ist nahezu die gesamte Landesfläche als gentechnikfrei erklärt. Alle führenden Europäischen Supermärkte und Lebensmittelhersteller haben die Verwendung von gentechnischen Rohstoffen seit mehr als 10 Jahr eingestellt.

Da die EU-Kommission vorbereitet, die Tür für weitere Gentechnik-Pflanzen und ihren Anbau zu öffnen, bieten die folgenden Seiten Informationen über einige der Gefahren und Auswirkungen von Gentechnik-Pflanzen. Ebenso werden Lösungen für eine Landwirtschaft und Lebensmittelerzeugung aufgezeigt, die einkommenssichernd sind, gesunde Lebensmittel erzeugen, die biologische Vielfalt schützen und nicht die Umwelt kontaminieren.

About the Stop the Crop campaign

This website and film present some of the dangers of GM-crops, and call for people across Europe and beyond to take action to stop them. We need a future of food and farming that benefits people and planet, and not the pockets of big business. We need to stop GM-crops from spreading across Europe. You can sign up for updates and alerts opposite.

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